Phosphor

Kurzgeschichte. Wettbewerbsbeitrag für den Nordhessischen Literaturpreis „Holzhäuser Heckethaler“ 2016

Wolfgang, frisch pensionierter Chemielehrer, verbringt seine Sommerferien auf Usedom – wie jedes Jahr seit einem Viertel Jahrhundert. Doch diesmal ist alles anders: Jutta, seine Frau, hat ihn verlassen. Wolfgang verbringt die Sommertage alleine am Strand. Sein einziger Trost ist es, Phosphorklümpchen zu sammeln, die aus der Tiefe der Ostsee ans Meeresufer gespült wurden. Wolfgang ahnt noch nicht, welch schicksalhafte Begegnung ihm eines Abends bevorsteht …

Veröffentlichungstermin: 6. Oktober 2016

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„Wussten Sie, dass in der Ostsee unzählige Brandbomben aus dem Zweiten Weltkrieg liegen und der Phosphor nun an die Strände gespült wird?“, fragte die Frau.

Wolfgang starrte sie an und schluckte einen Bissen Räucherschnäpel hinunter.

„Phosphor ist mein Lieblingselement“, sagte er.

„Meins auch!“